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27.11.2013 - 70 Prozent aller Schweine- und Geflügelbetriebe nutzen Photovoltaik

73,9 Prozent der deutschen Schweine- und Geflügelbetriebe betreiben Erneuerbare-Energien-Anlagen, darunter fast immer (auch) Photovoltaik. Dies geht aus einer im August und September 2013 durchgeführten Befragung des Agrarmarketing- und Marktforschungsbüros AgriDirect Deutschland hervor. Demnach sind bei 95,1 Prozent jener Betriebe, die erneuerbare Energien nutzen - somit also bei rund 70 Prozent aller Befragten - Solarmodule installiert. Insgesamt stieg der Anteil der Betriebe mit Erneuerbare-Energien-Anlagen gegenüber 2012 (72,5 Prozent), wobei allerdings der Anteil der Betriebe mit Investitionsplänen in neue Anlagen von 12,1 Prozent im Vorjahr auf nunmehr 11 Prozent abnahm. Auch hier ist Solarenergie (mit 6,4 Prozent aller Betriebe) am stärksten vertreten.

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26.11.2013 - DLR veröffentlicht Energieszenarien für die Schweiz und Polen

Die Schweiz kann bis 2050 rund 98 Prozent ihres Strombedarfs aus erneuerbaren Energien decken, in Polen könnten es 90 Prozent sein. Dies geht aus einer Studie hervor, die das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) im Auftrag von Greenpeace durchgeführt hat. Demnach zeigen verschiedene Szenarien, dass eine nachhaltige Stromversorgung mit den vorhandenen Ressourcen in beiden Ländern möglich sei. In der Schweiz, so die Studie, gelänge dies sowohl durch Ausbau von Photovoltaik als auch einen naturnahen Ausbau von Wind- und Wasserkraft, Biomasse und Geothermie. Das Szenario sieht zudem einen begrenzten Import von Wind- und Solarstrom und den Ausstieg aus der Kernkraft für 2025 vor. In Polen könnten durch den Anstieg des Anteils regenerativer Energien die Energiekosten 3,6 Eurocent pro Kilowattstunde niedriger sein als bei Beibehaltung des zurzeit 90-prozentigen Anteils von Braun- und Steinkohle. So ließen sich rund 98 Milliarden Euro an Brennstoffkosten für die Stromerzeugung einsparen, heißt es weiter. Beide Energieszenarien stehen auf der Website des DLR kostenlos zum Download bereit.

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25.11.2013 - 4,3 Gigawatt Solarstrom in der Direktvermarktung

Die mit der sogenannten Marktprämie direkt vermarktete Solarstromleistung beträgt für den kommenden Dezember 4.297 Megawatt. Das geht aus den monatlichen Zahlen der vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber hervor. Damit sind rund zwölf Prozent der zurzeit in Deutschland installierten Solarstromleistung zur direkten Vermarktung an der Börse angemeldet. Im Vergleich zum Vormonat ist dies ein Plus von rund 69 Megawatt beziehungsweise 1,6 Prozent. Am weitesten verbreitet ist weiterhin die Direktvermarktung von Windstrom mit 27.153 Megawatt. Nach der Photovoltaik an dritter Stelle folgt Biomasse mit 2.920 Megawatt. Insgesamt sind für Dezember 35.488 Gigawatt Leistung aus erneuerbaren Energien zur Direktvermarktung gemeldet. Unter diesem Vergütungsmechanismus erhalten Anlagenbetreiber anstelle einer Einspeisevergütung die Differenz zwischen der jeweils geltenden Vergütung und dem monatlich ermittelten durchschnittlichen Börsenstrompreis sowie außerdem eine sogenannte Managementprämie.

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18.11.2013 - EEG-Umlage könnte 2015 wieder sinken

Die im Auftrag der vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber erstellte EEG-Mittelfristprognose beinhaltet eine EEG-Umlage zwischen 5,85 und 6,86 Cent pro Kilowattstunde im Jahr 2015. Die untere Hälfte dieser Prognosespanne würde bedeuten, dass die Umlage gegenüber dem Stand von 2014 (6,24 Cent) stagniert oder um bis zu 6,3 Prozent sinkt, die obere Spanne käme einer Steigerung um 9,9 Prozent gleich. Von 2013 (5,28Cent) auf 2014 steigt die Umlage dagegen um 18,2 Prozent. Da die Höhe der EEG-Umlage vor allem durch die niedrigen Börsenstrompreise beeinflusst wird, hat der für 2014 zu erwartende Zubau an Erneuerbare-Energie-Anlagen auf die weitere Entwicklung nur geringen Einfluss. Die für die Mittelfristprognose beauftragten Gutachter rechnen damit, dass bis 2018 Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von über 53 Gigawatt installiert sein werden; das entspräche einem Zubau in der Größenordnung von rund drei Gigawatt jährlich. Windkraftanlagen liegen der Prognose zufolge zu diesem Zeitpunkt bei knapp 50 Gigawatt. Insgesamt würden diese beiden Stromerzeugungsarten damit 92 Prozent der regenerativ erzeugten Leistung in Deutschland darstellen. Alle regenerativen Stromerzeugungsanlagen, prognostizieren die Netzbetreiber weiter, werden bis 2018 jährlich 200 Terrawattstunden Strom erzeugen und damit 70 Prozent mehr als 2012.

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15.11.2013 - Fraunhofer ISE: Stromgestehungskosten der Photovoltaik bei 8 Cent

Eine Studie des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE hat in einer Studie die aktuellen Kosten für die Umwandlung unterschiedlicher Energieformen in elektrischen Strom (Stromgestehungskosten) untersucht sowie die weitere Kostenentwicklung bis zum Jahr 2030 prognostiziert. Demnach kann eine »kosteneffiziente« Photovoltaik-Freiflächenanlage, die 2013 in Süddeutschland errichtet wurde, Stromgestehungskosten von 8 Cent pro Kilowattstunde erreichen, heißt es in der Meldung. Kleine Aufdachanlagen in Norddeutschland können heute Strom für unter 14 Cent pro Kilowattstunde produzieren. Die Stromgestehungskosten für Onshore-Windenergie liegen der Studie zufolge heute zwischen 5 und 11 Cent pro Kilowattstunde. Dagegen verzeichnen Offshore-Windenergieanlagen trotz höherer Volllaststundenzahl mit 12 bis 19 Cent pro Kilowattstunde deutlich höhere Stromgestehungskosten. Biogasanlagen kommen abhängig von Auslastung und Brennstoffart auf 14 bis 22 Cent pro Kilowattstunde. Braunkohle liegt abhängig von angenommenen Volllaststunden, Brennstoff- und CO2-Zertifikatspreisen bei 5,3 Cent pro Kilowattstunde, Steinkohle bei 8 Cent und Gas- und Dampfkraftwerke (GuD) bei bis zu 9,8 Cent. »Bis 2030 werden die Stromgestehungskosten für Photovoltaik auf 6 bis 9 Euro Cent sinken. Damit können selbst kleine dachinstallierte PV-Anlagen mit Onshore-Wind und den gestiegenen Stromgestehungskosten von Braunkohle-, Steinkohle- und GuD-Kraftwerken konkurrieren«, so der Leiter des Fraunhofer ISE, Eicke Weber.

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15.11.2013 - Ein Drittel der Führungskräfte möchten EEG beibehalten

37 Prozent der Führungskräfte in Wirtschaft, Wissenschaft und Politik möchten das Erneuerbare-Energie-Gesetzes (EEG) so belassen wie es derzeit ist. Dies ergab eine repräsentative Umfrage des Nürnberger Marktforschungsinstituts Trend & Motives im Auftrag des Verbands der Chemischen Industrie (VCI) unter 700 Führungskräften und -anwärtern aus Politik, Behörden, Wirtschaft, Wissenschaft und Medien. Etwas mehr als die Hälfte der Befragten spricht sich dafür aus, die Förderung neuer Windkraft- oder Solaranlagen einzuschränken; einen generellen Förderstopp befürworten hingegen nur 10 Prozent. Knapp ein Drittel (32 Prozent) der Teilnehmer spricht sich dafür aus, die Industrierabatte bei der EEG-Umlage abzuschaffen, während rund 60 Prozent die Entlastungen für energieintensive Unternehmen, die im internationalen Wettbewerb stehen, beibehalten möchten.

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13.11.2013 - Branchenverbände kritisieren Einigungspunkte der Koalitionsverhandlungen

Der Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE) und der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) äußern deutliche Kritik an den vorläufigen Einigungspunkten der Koalitionsverhandlungen. Der BEE hat in einer »Vorher-Nachher«-Übersicht die zum jetzigen Zeitpunkt absehbaren Veränderungen nach der nächsten EEG-Reform im Vergleich zum Sachstand vor der Reaktorkatastrophe von Fukushima im März 2011 dargestellt. Für die Energieträger Offshore- und Onshore-Windkraft, Photovoltaik und Biomasse habe sich die Lage jeweils deutlich verschlechtert, ebenso im Bereich erneuerbare Wärmeenergien. Für die Photovoltaik nennt der BEE insbesondere die bereits bestehende Deckelung des Ausbaus bei insgesamt 52 Gigawatt sowie die geplante Einbeziehung des Eigenverbrauchs in die EEG-Umlage. Auch der Hauptgeschäftsführer des BSW, Carsten Körnig, kritisierte in einer Mitteilung die Absicht der zukünftigen Koalition, Eigenverbrauchsanlagen mit in die Umlagepflicht zu nehmen: »Diese Maßnahme stellt das Verursacherprinzip auf den Kopf und bestraft die maßgeblichen Treiber der Energiewende«, so Körnig. Die weiterhin rückläufigen Zubauzahlen zeigten, dass derzeit kein Spielraum für weitere Belastungen bestehe.

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11.11.2013 - Verbände fordern 45 Prozent Erneuerbare bis 2020

Verschiedene Verbände fordern die künftigen Regierungsparteien CDU/CSU und SPD in einem gemeinsamen Papier dazu auf, die Energiewende mit Beschlüssen weiter zu stabilisieren und damit »unumkehrbar zu machen«. Es seien ambitionierte Klimaschutzziele und verbindliche Ausbauziele für Ökostromanlagen in Deutschland und Europa notwendig. Der Anteil erneuerbarer Energieträger am Stromverbrauch müsse bis 2020 auf 45 Prozent steigen, damit die Klimaschutzziele in Deutschland erreicht werden können. Außerdem müssten für den Fall, dass internationale Instrumente wie beispielsweise der EU-Emissionshandel scheitern, neue nationale Instrumente greifen. Zu den Unterzeichnern gehören die Arbeiterwohlfahrt (AWO), mehrere Umweltschutzorganisationen, der Deutsche Genossenschafts- und Raiffeisenverband sowie der Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE).

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08.11.2013 - Kraft erwartet Beihilfeverfahren, Altmaier will Direktvermarktungszwang

Die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) rechnet nach einem Treffen mit EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia in Brüssel mit der Eröffnung eines Beihilfeverfahrens gegen Deutschland wegen der Industrierabatte auf Strompreisumlagen. Der Wettbewerbskommissar sei »daran gebunden, dass er den Beihilfefall öffnen muss«, so die Politikerin laut einem Bericht der ARD. Ein Sprecher der EU-Kommission bestätigte Krafts Aussage nicht. Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU), der Almunia gestern Abend gemeinsam mit Kraft getroffen hatte, gab sich hingegen optimistisch: »Wir wollen dafür sorgen, dass eine Lösung gefunden wird, die rechtliche Streitigkeiten vermeidet«, so der Minister. Im Gepäck hatte Altmaier mehreren Medienberichten zufolge einen mit der Union und der SPD nicht abgestimmten Textvorschlag zur Energiepolitik für den Koalitionsvertrag. Demnach werde erwogen, den Windkraftzubau in windschwachen Regionen stark einzuschränken. Weiter steht für alle neuen Ökostromkraftwerke mit Ausnahme kleiner Anlagen – etwa Solaranlagen auf Hausdächern – ein Direktvermarktungszwang im Raum, der die Einspeisevergütung gänzlich durch eine Marktprämie ersetzen würde. Spätestens ab 2016 soll hierfür ein Auktionsmodell greifen. Das Ziel zum Anteil erneuerbarer Energien an der Stromversorgung ist mit 35 bis 40 Prozent 2020 und 50 bis 55 Prozent 2030 definiert. Zu den Industrieprivilegien heißt es in dem Papier lediglich, es werde »die Privilegierung einzelner Branchen« sowie der »Kostenbeitrag der privilegierten Unternehmen« überprüft.

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08.11.2013 - EEG-Umlagenkonto mit hohem Überschuss im Oktober

Das EEG-Umlagekonto der Übertragungsnetzbetreiber weist für den Monat Oktober einen Überschuss von 715 Millionen Euro aus. Damit sind die vor allem jahreszeitlich bedingten Unterdeckungen aus den Monaten Juli, August und September egalisiert. Das Konto liegt nun mit minus 1,481 Milliarden Euro wieder im Plan, den die Übertragungsnetzbetreiber Anfang des Jahres nach dem Abrutschen der Börsenstrompreise neu aufgestellt hatten. Verläuft die weitere Entwicklung weiter nach Plan, so wird am Jahresende die Unterdeckung auf dem EEG-Konto bei rund 400 Millionen Euro liegen. Angesichts einer Unterdeckung des Kontos zum Jahresbeginn in Höhe von über 2 Milliarden Euro wäre dies eine erhebliche Reduktion des Fehlbetrags.

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07.11.2013 - Umweltministerium dementiert Meldungen über Kürzung von Industrieprivilegien

Das Bundesumweltministerium (BMU) dementiert Medienberichte über eine geplante Reduzierung der Industrieprivilegien bei der Zahlung der EEG-Umlage. Das in den Berichten zitierte, am Montag bei den Koalitionsverhandlungen vorgelegte Papier »sei nicht von Minister Peter Altmaier gebilligt« und werde so nicht umgesetzt. Zudem sei es auch nicht Gegenstand der Koalitionsverhandlungen gewesen, heißt es laut einer Meldung der Nachrichtenagentur Reuters aus dem Umweltministerium. Zuvor hatte das »Handelsblatt« von einem am Montag in der Arbeitsgruppe Energie behandelten Paper berichtet, das »konkrete Handlungsoptionen« zum Wegfall der Industrieprivilegien vorschlage. Betroffen von einer Streichung seien demnach der Braun- und Steinkohlebergbau, die Branchen Bergbau und die Gewinnung von Steinen und Erden, die Zement- und Ziegelindustrie sowie die Recycling- Nahrungs-, Getränke- und Futtermittelindustrie. Für die übrigen Umlage-Privilegierten stünde eine Anhebung der Zahlungen im Raum. Dem Papier zufolge sollen nur ganz große Stromverbraucher weiterhin lediglich 0,05 Cent pro Kilowattstunde zahlen. Allen Unternehmen, die weniger als 100 Gigawattstunden pro Jahr verbrauchen, könnte eine Verdopplung der bisherigen Zahlung drohen, die bisher maximal 0,62 Cent je Kilowattstunde betragen. Zusätzlich sollen die Zahlungsprivilegien daran geknüpft werden, ob die betroffenen Unternehmen Energiemanagementsysteme einführen und Energieeinsparungen nachweisen können. Auch soll der Strom aus Eigenverbrauchsanlagen mit einer »Mindestumlage zur Grundfinanzierung des EEG« belegt werden, heißt es in dem Papier weiter.

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04.11.2013 - Solarleistung steigt auf über 35 Gigawatt, Vergütung sinkt um 1,4 Prozent

Die Einspeisevergütung für Solarstrom sinkt zum 1. November und 1. Dezember 2013 sowie zum 1. Januar 2014 um jeweils 1,4 Prozent. Die Degressionsschritte ergeben sich aus den nun von der Bundesnetzagentur veröffentlichten Zubauzahlen für September 2013 beziehungsweise aus der Bilanz für den Zeitraum Oktober 2012 bis September 2013. Demnach wurden der Bundesnetzagentur für diese zwölf Monate Solarstromanlagen mit einer Gesamtleistung von knapp 4,06 Gigawatt gemeldet, davon 290,89 Megawatt im September 2013.Damit überschreitet die in Deutschland installierte Solarstromleistung zum 30. September die Marke von 35 Gigawatt. Laut Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sinkt die Einspeisevergütung jeden Monat automatisch um ein Prozent, sofern sich der Zubau in einem Korridor von 2,5 bis 3,5 Gigawatt jährlich bewegt. Bei Abweichungen wird die Vergütungsdegression verlangsamt oder beschleunigt. Da die aktuellen Zahlen den Korridor um gut 0,5 Gigawatt überschreiten, wird die Degression um zusätzlich 0,4 Prozentpunkte auf insgesamt 1,4 Prozent erhöht. Zuletzt war die Einspeisevergütung mit einer monatlichen Degression von 1,8 Prozent für den Zeitraum August 2013 bis Oktober 2013 angepasst worden. Ende Januar 2014 wird die Bundesnetzagentur die Höhe der Vergütungskürzung für das am 1. Februar beginnende, darauffolgende Quartal veröffentlichen. Aufdachanlagen bis zehn Kilowatt Leistung erhalten nun bei Inbetriebnahme ab dem 1. November 14,07 Cent je Kilowattstunde, ab 1. Dezember 13,88 und ab 1. Januar 13,68 Cent je Kilowattstunde. Größere Anlagen erhalten für den Anlagenteil von zehn bis 40 Kilowatt 13,35 / 13,17 / 12,98 Cent, für den Anlagenteil bis ein Megawatt gelten 11,91 / 11,74 / 11,58 Cent. Für Anlagenleistungen von einem bis einschließlich zehn Megawatt sowie generell für Freiflächenanlagen bis zehn Megawatt gibt es 9,74 / 9,61 / 9,47 Cent je Kilowattstunde.

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04.11.2013 - China vertagt Entscheidung zu Strafzöllen gegen EU-Silizium

Die chinesische Regierung hat den Zeitraum der Untersuchung zur möglichen Verhängung von Strafzöllen gegen Polysiliziumimporte aus der EU um sechs Monate bis zum 1. Mai 2014 verlängert. Dies meldet die Nachrichtenagentur Reuters. Gegen Siliziumimporte aus den USA und Südkorea gelten in China bereits seit Juli Strafzölle.

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04.11.2013 - Banken sprechen sich gegen Direktvermarktungszwang aus

Mehrere deutsche Banken und Kraftwerksfinanzierer sprechen sich in einer Erklärung gegen eine verpflichtende Direktvermarktung von Strom aus erneuerbaren Energien aus. »Eine verpflichtende Direktvermarktung würde zu einer Oligopolisierung zu Gunsten der großen Direktvermarktungsunternehmen führen und kleinere und mittlere Betreiber im Wettbewerb benachteiligen«, heißt es in einer »Berliner Erklärung«, die auf einer branchenübergreifenden Fachtagung unter Mitwirkung des Bundesverbands Erneuerbare Energie (BEE) erarbeitet wurde und unter anderen von der Bremer Landesbank, Commerzbank, Deutsche Kreditbank, GLS Bank, HSH Nordbank, Südwestbank, Sparkasse Bremen und Nord-Ostsee Sparkasse unterstützt wird. Statt das Erneuerbare-Energien-Gesetz in Richtung verpflichtende Direktvermarktung abzuändern, sollten eher dezentrale Betreiberstrukturen - mit besonderem Augenmerk auf Bürgerbeteiligungen - gefördert werden: »Mehr Betreiber bedeuten auch mehr Wettbewerb«, heißt es in der Erklärung, die insgesamt sieben Forderungen an die Politik mit Bezug auf eine Novellierung des EEG umfasst.

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31.10.2013 - Handelsblatt: RWE will nur noch in regenerative Energien investieren

Der zweitgrößte deutsche Energiekonzern RWE will ab 2018 nur noch in erneuerbare Energien investieren und sich aus dem klassischen Energiegeschäft mit Kohle und Gas zurückziehen. Das berichtet das »Handelsblatt« in Berufung auf ein vertrauliches Papier mit dem Titel »RWE Corporate Story«. Der Vorstandsvorsitzende Peter Terium gibt dem Bericht zufolge darin ein neues Ziel vor: »2018 wird sich RWE entscheidend an der Neuausrichtung der Energiewirtschaft in Europa beteiligt haben.« Bis 2020 soll die konventionelle Stromerzeugung nur noch maximal ein Fünftel des Betriebsergebnisses ausmachen, heißt es weiter. Zugleich sollten im Vertrieb und im Verteilnetz neue Geschäftsmodelle für dezentrale Energien entwickelt werden. Auf Anfrage von PHOTON wollte eine RWE-Unternehmenssprecherin den Bericht nicht kommentieren und teilte lediglich mit, das Unternehmen befinde sich kurz vor dem Ende eines umfangreichen Kraftwerkserneuerungsprogramms. Die Tochtergesellschaft RWE Innogy habe bereits seit 2008 mehrere Milliarden Euro in den Ausbau erneuerbarer Erzeugungskapazitäten investiert.

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29.10.2013 - Führende SPD-Politiker wollen Neuausrichtung bei Energiepolitik

Führende Energie- und Umweltpolitiker der SPD verlangen in einem offenen Brief an den Parteivorstand und die Verhandlungsführer der Koalitionsverhandlungen eine Neuausrichtung der bisherigen Energiepolitik ihrer Partei. Man erwarte »ein klares Eintreten für Langfristigkeit, Klima und Umwelt«, heißt es in dem Schreiben, das am Freitag in verschiedenen Medien zitiert wurde. Insbesondere fordern die Unterzeichner den Abbau klimaschädlicher Subventionen und ein Klimaschutzgesetz auf Bundesebene. Mit dem Gesetz könnten unter anderem juristisch verbindliche Ausbauziele für Ökostromanlagen festgelegt werden, heißt es weiter. Den Brief unterschrieben haben unter anderem der Wissenschaftler Ernst-Ulrich von Weizsäcker, die ehemalige niedersächsische Umweltministerin und Greenpeace-Vorsitzende Monika Griefahn, Gesine Schwan und Erhard Eppler.

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29.10.2013 - DGS fordert einheitliche Regeln für Minianlagen

Die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie e.V. (DGS) fordert in einem offenen Brief die zuständigen Verbände und Gremien dazu auf, einheitliche Regeln für die fachgerechte Installation und Nutzung von Photovoltaik-Kleinstanlagen am Niederspannungsnetz zu schaffen. Der an den Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik (VDE), die Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik (DKE) und den Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) gerichtete Brief bemängelt die bisher unzureichenden technischen Regeln, Normen und Richtlinien für das Elektrohandwerk. Um dem Problem zu begegnen schlägt die DGS schlägt unter anderem die Entwicklung einer genormten Einspeise-Steckdose vor.

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29.10.2013 - Untersteller macht Vorschläge zur EEG-Reform

Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller (Bündnis 90/Die Grünen) legte in der vergangenen Woche im Landtag Vorschläge zur Weiterentwicklung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) vor. Die Vorschläge für ein »EEG 2.0« sollen laut Untersteller die Kosten ebenso berücksichtigen wie die Versorgungssicherheit und die energie- und klimapolitischen Aspekte. Ein Teil der Reform müsse darin bestehen, die Industrieprivilegien »auf ein vernünftiges Maß« zurückzufahren. Außerdem sollen Betreiber von Energieerzeugungsanlagen, die ihren Strom selber verbrauchen, ab einer bestimmten Anlagengröße in die Umlagepflicht genommen werden. Die dritte Maßnahme sieht der Minister in der Senkung der Stromsteuer. Untersteller rechnet durch die vorgeschlagenen »kurzfristigen Maßnahmen« mit Entlastungen von rund drei Milliarden Euro.

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29.10.2013 - Greenpeace fordert flexibles Stromsystem für die Energiewende

Das deutsche Stromsystem muss für den Umbau der Stromversorgung auf erneuerbare Energien deutlich flexibler werden. Das geht aus einer neuen Studie des Instituts für Zukunftsenergiesysteme (IZES) im Auftrag von Greenpeace Deutschland hervor. Demnach sollen elektrische Nachtspeicheröfen durch modernere Heizsysteme ersetzt werden. Auch der Ausbau flexibler Kraft-Wärme Kopplungsanlagen könne die schwankenden Einspeisung aus erneuerbaren Energien ausgleichen und zur Versorgungssicherheit beitragen. Diese Maßnahmen seien kurzfristig umsetzbar und kostengünstiger als Vorschläge aus der Politik, heißt es weiter. Die Studie ist unter dem unten stehenden Link ab sofort kostenfrei abrufbar.

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25.10.2013 - Gewerkschaften und Arbeitgeber fordern Masterplan für die Energiewende

Die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE-), die IG Metall, die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) fordern von der zukünftigen Bundesregierung eine umfassende EEG-Reform. Dies geht aus einer gemeinsamen Erklärung der Verbände im Vorfeld der Koalitionsverhandlungen hervor. Demnach umfassen konkrete Erwartungen die Abschaffung des Systems der Einspeisevergütung in seiner bisherigen Form, mehr Unterstützung für die Industrie und die Senkung der Stromsteuer. Um eine gezielte und effektive Energiewende zu gewährleisten, solle eine Bündelung der energiepolitischen Zuständigkeiten und Kompetenzen innerhalb der Bundesregierung erfolgen. Zudem solle eine bessere Verzahnung mit den europäischen Energie- und Klimapolitik und den Energiesystemen der Nachbarländer angestrebt werden. Der derzeitige Investitionsstau bei Netzausbau, Speicher, Offshore-Windparks und konventionellen Kraftwerken könne nur mit einem verlässlichen »Masterplan« beseitigt werden. heißt es weiter.

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24.10.2013 - Streit um Energiewende in NRW

Ein Interview des nordrhein-westfälischen Wirtschaftsministers Garrelt Duin (SPD) mit der »Wirtschaftswoche« hat einen Streit innerhalb der rot-grünen Landesregierung ausgelöst. Duin habe mit seinen Äußerungen »gegen den Geist des Koalitionsvertrags« in Nordrhein-Westfalen argumentiert, empörte sich der Grünen-Fraktionschef Rainer Priggen am Dienstag vor Journalisten. Ein Koalitionsvertrag gelte für alle, auch für die, die erst später dazu gekommen sind, betonte Priggen. Duin war einer von zwei Neuzugängen im Kabinett von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) nach den Landtagswahlen 2012. Am Dienstag hatte der Minister im Interview gefordert, die Industrieprivilegien bei der EEG-Unlage auszuweiten, konventionelle Stromversorger für die Bereitstellung ihrer Kraftwerkskapazitäten zu subventionieren sowie das Ausbautempo der erneuerbaren Energien zu drosseln. Priggen verwies deshalb auf das im Koalitionsvertrag festgelegte Ziel der Landesregierung, bis 2025 mehr als 30 Prozent des in NRW benötigten Stroms aus erneuerbaren Energien zu gewinnen. Der Streit ist auch deshalb relevant, weil bei einer anstehenden EEG-Reform eine Mehrheit im Bundesrat benötigt wird. Abhängig vom Ausgang der Regierungsbildung in Hessen haben die von CDU oder SPD geführten Landesregierungen dort nur eine knappe Mehrheit. Duin selber konnte sich zu dem Streit zunächst nicht äußern, da er sich im Ausland aufhält, heißt es laut Medienberichten.

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23.10.2013 - Altmaier und Kraft verhandeln zukünftige Energiepolitik

Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) und die Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen, Hannelore Kraft (SPD), werden das Thema Energie in einer neu gegründeten Arbeitsgruppe zur Regierungsbildung verhandeln. Wie mehrere Medien unter Berufung auf Koalitionskreise berichten, werde die entsprechende Arbeitsgruppe von beiden geführt. Somit wird das Thema Energie wie schon bei früheren Koalitionsverhandlungen nicht gemeinsam mit den Themen Umwelt oder Wirtschaft besprochen.

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23.10.2013 - Navigant erwartet Energiespeichermarkt von zehn Milliarden Dollar bis 2023

Nach Einschätzung des Marktforschungsunternehmens Navigant Reserach wird der weltweite Markt für Wind- und Solarstromspeicher von 150 Millionen Dollar (109,7 Millionen Euro) im Jahr 2013 auf mehr als 10,3 Milliarden Dollar (7,53 Milliarden Euro) bis 2023 anwachsen. Navigant rechnet in den nächsten zehn Jahren mit einer weltweit installierten Gesamtleistung von 1.300 Gigawatt an Wind-und Solarenergie; dies werde besonders in Märkten wie Nordamerika oder Westeuropa eine Herausforderung für die Netze darstellen. Der Bericht »Energy Storage for Wind and Solar Integration« analysiert die weltweite Marktsituation für Energiespeicher für Wind- und Solarkraft und die wichtigsten Anwendungsgebiete der verschiedenen Technologien. Eine Zusammenfassung des Berichts steht zum kostenlosen Download auf der Homepage von Navigant Research zu Verfügung.

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22.10.2013 - WWF präsentiert Entwurf für »Klimaschutz- und Energiewende-Gesetz«

Die internationale Naturschutzorganisation WWF fordert von CDU/CSU und SPD, in ihren Koalitionsvertrag die Verabschiedung eines »Klimaschutz- und Energiewenderahmengesetzes« (KEnRaG) aufzunehmen. Der WWF hat bei der Anwaltskanzlei Becker, Büttner, Held einen konkreten Entwurf für ein Gesetz erarbeiten lassen, der einen langfristigen und verbindlichen Entwicklungspfad für die Reduktion von Treibhausgasemissionen und die Energiewende bis 2050 vorgibt. In einer Mitteilung hierzu kritisiert die Umweltschutzorganisation, die Klimaschutzpolitikvorhaben seien bisher unkoordiniert und stünden auf keiner soliden gesetzgeberischen Basis. Der Entwurf ist unter dem unten stehenden Link ab sofort abrufbar.

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21.10.2013 - Bafa-Präsident kritisiert EEG-Umlagebefreiungen

: Der Präsident des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa), Arnold Wallraff, hat gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (F.A.Z.) die Auswahlkriterien für die Befreiung von der EEG-Umlage kritisiert. Wie verschiedene Medien unter Berufung auf die FAZ (Freitagsausgabe) berichten, sagte Wallraff, »Schlachtbetriebe oder der Braunkohletagebau sind bestimmt nicht Unternehmen, die man vor hohen Energieabgaben schützen muss«. Diese Betriebe seien die falschen, da sie nicht im internationalen Wettbewerb stünden. Das Bafa ist von der Bundesregierung mit der Prüfung von Anträgen auf Umlagebefreiung betraut.

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21.10.2013 - Modulpreise bleiben stabil

Laut PHOTON-Modulpreisindex sind die Preise für Solarmodule auf dem deutschen Spotmarkt in der vergangenen Woche überwiegend stabil geblieben. Polykristalline Module kosten wie in der Vorwoche 62 Cent je Watt. Der Durchschnittspreis für Module aus chinesischer Produktion blieb bei 58 Cent. Lediglich der Preis für monokristalline Module gab um 1,4 Prozent von 72 auf 71 Cent je Watt nach. In allen drei genannten Kategorien ist allerdings in den zurückliegenden sechs Monaten, also seit Ende April, der aus den wöchentlich ermittelten Durchschnittspreisen errechnete langfristige Trendwert gestiegen - am deutlichsten weiterhin bei monokristallinen Modulen von 67 auf aktuell 75 Cent um 11,9 Prozent. Bei multikristallinen Modulen ging der Trendwert von 60 auf 64 Cent um 6,7 Prozent nach oben und in der Kategorie der in China produzierten Module von 57 auf 59 Cent um 3,5 Prozent. Der Preisindex wird jede Woche von der PHOTON-Redaktion erstellt. Grundlage sind die Angebotspreislisten von Händlern und Systemhäusern auf dem deutschen Spotmarkt.

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21.10.2013 - Ruhrgebiet sucht innovative Ideen zur Umsetzung der Energiewende

Eine gemeinsame Initiative der Stiftung Mercator, des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie und des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen bietet wissenschaftliche Unterstützung und finanzielle Förderung bei der Umsetzung von Projektideen zur Energiewende. Im Rahmen des Programms sollen im Rihrgebiet angesiedelte Projekte unterstützt werden, die »einen innovativen und multiplikationsfähigen Beitrag« leisten können. Dabei könne es sich beispielsweise um die Erprobung von Technologien, die Initiierungen neuer Geschäftsfelder oder um Bürgerbeteiligungsprojekte handeln, heißt es in einer Mitteilung der Initiatoren. Weitere Informationen sowie die Ausschreibungsunterlagen sind unter dem unten aufgeführten Link abrufbar. Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 31. Januar 2014.

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18.10.2013 - RWE fordert Eindämmung der Industrierabatte im EEG

Nach einer Einschätzung des Vorstandssprechers der RWE Vertrieb AG, Hanns-Ferdinand Müller, könnte unter anderem die Eindämmung der Industrieprivilegien bei der EEG-Umlage dazu beitragen, die Strompreise in Deutschland bis 2015 zu stabilisieren. Das berichten mehreren Medien unter Berufung auf einen Artikel der »Frankfurter Rundschau«. Insgesamt sieht Müller demnach gute Chancen dafür, dass ab 2015 der Anstieg der Verbraucherstrompreise in Deutschland gebremst wird. Wegen der langfristigen Einkäufe an der Strombörse würden sich die dortigen Preissenkungen nicht sofort auswirken, ab 2015 könne es aber so weit sein. Zur Stabilisierung der Verbraucherpreise seien allerdings auch Reformen am EEG nötig, wie zum Bespiel das Zurückfahren der Industrieprivilegien für Unternehmen bei der EEG-Umlage.


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17.10.2013 - Hanwha Q.Cells erwartet positives Ergebnis 2014

Der Geschäftsführer des zur koreanischen Hanwha Group gehörenden deutschen Solarunternehmens Hanwha Q.Cells, Charles Kim, zeigt sich »sehr zufrieden« mit der Entwicklung des vor genau einem Jahr, am 16. Oktober 2012, nach der Insolvenz der früheren Q-Cells SE und der Übernahme durch Hanwha neu gestarteten Unternehmens. Für 2014 erwartet Kim positive Ergebnisse. Konkrete Finanzzahlen für das vergangene oder einen Ausblick für das kommende Geschäftsjahr nennt Hanwha Q.Cells allerdings nicht. In einer Mitteilung des Unternehmens hieß es lediglich, man habe die Auslastung der weltweiten Produktionsstandorte steigern und die Kapazität der Fabrik in Malaysia von 800 auf 900 Megawatt steigern können. Insgesamt betrage die Produktionskapazität nun 1,1 Gigawatt.

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16.10.2013 - EEG-Umlage steigt auf 6,24 Cent

Die EEG-Umlage wird von derzeit 5,28 Cent pro Kilowattstunde um rund 20 Prozent auf 6,24 Cent im kommenden Jahr steigen. Dies teilten die für die Verwaltung der Umlage zuständigen vier Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) gestern mit. Die Produktion von Strom aus erneuerbaren Energien steigt nach den Erwartungen der ÜNB um rund 11 Prozent von derzeit 135 auf dann 150 Terawattstunden. Solarstrom trägt den Berechnungen der ÜNB zufolge ungefähr 2,4 Cent zur Gesamthöhe der Umlage bei, 1,3 Cent entfallen auf Biomasse, 1,0 Cent auf Wind Onshore, 0,3 Cent auf Wind Offshore und weniger als 0,1 Cent auf andere regenerative Energien. Insgesamt ergebe sich für 2014 ein Umlagebetrag von 23,6 Milliarden Euro. Diese Summe beinhaltet neben den Vergütungszahlungen sowie Verwaltungskosten unter anderem eine sogenannte Liquiditätsreserve, mit der unter anderem jahreszeitlich bedingte Einspeiseschwankungen abgefedert werden sollen. Diese schlägt sich mit rund 0,5 Cent je Kilowattstunden in der Umlage nieder. Der Ausgleich der Unterdeckung des Umlagenkontos aus dem laufenden Jahr in Höhe von rund 2,2 Milliarden Euro wird rund 0,6 Cent je Kilowattstunde zur Umlage 2014 beitragen. Der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW) sieht nur einen geringen Anteil des Anstiegs durch die Photovoltaik verursacht. Nach Angaben des Bundesumweltministeriums seien die Kosten für neue Solarstromanlagen seit 2012 um rund 85 Prozent zurückgegangen. Der Zubau neuer Photovoltaikanlagen mache lediglich 0,08 Cent des aktuellen Anstiegs aus, heißt es in einer BSW-Pressemeldung. Hauptkostentreiber seien mit rund 70 Prozent des Anstiegs die gestiegenen Börsenstrompreise sowie die Ausnahmeregelungen für die Industrie. Unterdessen erklärte der noch amtierende Bundesumweltminister Peter Altmaier, das Tempo, in dem die EEG-Umlage in den letzten Jahren gestiegen sei, sei nicht hinnehmbar: »Der erneute Anstieg der EEG-Umlage hätte verhindert werden können, wenn Bund und Länder sich rechtzeitig auf die Einführung einer Strompreisbremse geeinigt hätten«, so Altmaier weiter.

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15.10.2013 - Baden-Württemberg macht Vorschläge für »EEG 2.0«

Die Energiewirtschaftsexperten Uwe Leprich (Institut für Zukunftsenergiesysteme, IZES), Michael Ritzau (Büro für Energiewirtschaft und technische Planung, BET) sowie der Ökonom Peter Bofinger haben im Auftrag der Baden-Württemberg Stiftung eine Untersuchung über die Möglichkeiten zur Weiterentwicklung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) vorgelegt. Die Ergebnisse stellten sie gestern gemeinsam mit Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller (Bündnis 90/Die Grünen) vor. Das Gutachten macht Vorschläge für ein »EEG 2.0« mit dem Ziel eines Anteils von 40 Prozent erneuerbarer Energien an der deutschen Stromerzeugung bis etwa 2020 und betrachtet auch den darüber hinaus reichenden Zeitraum. Ein Finanzierungsmechanismus für Strom aus erneuerbaren Quellen sei auch künftig nötig, er müsse aber einem komplexen Modell folgen, das »nach Technologien, Investorenkreisen und Regionen differenziert«, so eine zentrale Aussage des Gutachtens. Es solle »für kleinere, eher risikoscheue Investoren» weiterhin eine Einspeisevergütung geben, so Michael Ritzau bei der Präsentation der Studie, wogegen für größere Investoren eine Verpflichtung zur Direktvermarktung in Kombination mit einer fixen Kapazitätsprämie geeignet sei. Peter Bofinger bekräftigte seinen Standpunkt, das langfristig Ausschreibungsverfahren der geeignete Weg zur Finanzierung seien; bevor diese aber eingeführt werden könnten, seien noch viele offene Fragen zu klären. Minister Untersteller wertet die Ergebnisse der Studie als sehr gute Diskussionsgrundlage für die kommenden Gespräche zwischen Bund und Ländern zur Energiepolitik. Die Studie kann unter unten stehendem Link abgerufen werden.

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08.10.2013 - EEG-Umlagekonto für September im Plus

Mit einem Plus von gut 91 Millionen Euro geht das EEG-Umlagekonto aus dem Monat September heraus. Der Gesamtsaldo steht damit bei minus 2,197 Milliarden Euro und damit etwas besser als zu Beginn des Jahres (minus 2,270 Milliarden Euro) und deutlich besser als der Septembersaldo des Vorjahres (minus 2,589 Milliarden Euro). Diese Tendenz steht im Widerspruch zu Prognosen, die in den vergangenen Wochen einen steilen Anstieg der EEG-Umlage 2014 von derzeit 5,277 auf über sieben Cent pro Kilowattstunde vorausgesagt hatten.

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08.10.2013 - Sachverständigenrat: Konventionelle Energien müssen sich Erneuerbaren unterordnen

Im Vorfeld eines Sondergutachtens, dass der Sachverständigenrat für Umweltfragen der Bundesregierung (SRU) im November vorlegen wird, wurde heute ein »Eckpunktepapier« veröffentlicht. Angesichts der Verpflichtung Deutschlands, bis 2050 über alle Sektoren hinweg 80 Prozent der CO2-Emissionen zu vermeiden, geht der SRU davon aus, dass bis dahin der Stromsektor als der am einfachsten auf erneuerbare Energien umzustellende Bereich vollständig CO2-frei sein muss. Aus dieser antizipierten regenerativen Vollversorgung leitet der SRU eine Reihe von Forderungen an die Politik ab, wie der Übergang bis dahin gestaltet werden soll. Im Zentrum der Überlegungen stehen Windkraft und Photovoltaik, die der SRU als die Leittechnologien eines zukünftigen Energiesystems sieht. Um das Ziel einer regenerativen Vollversorgung zu erreichen, müsse neben dem Aufbau der entsprechenden Erzeugungskapazitäten die Stromnachfrage flexibilisiert, das Stromnetz ausgebaut und die Energienachfrage aller Verwendungsbereiche wie Wärme, Verkehr und industrielle Prozesse auf Elektrizität umgestellt werden. Außerdem seien Speichersysteme wie »Power-to-Gas« auszubauen. Der SRU gibt zu bedenken, dass voraussichtlich auch in Zukunft der Strommarkt im heutigen Design keine ausreichenden Geldströme zur Finanzierung dieser Aufgaben generieren wird, weshalb auch weiterhin Einspeisevergütungen und zusätzlich versicherungsähnliche Reserveleistungen nötig sein werden. Ein Übergang in Richtung »mehr Markt« müsse daher sehr behutsam vonstatten gehen. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz und die von ihm ausgelöste Entwicklung wird als einer der ermutigensten Faktoren der internationalen Klimapolitik benannt. Im Hinblick auf die dargebotsabhängigen Stromerzeuger plädiert der SRU dafür, dass diese sich - soweit technisch und ökonomisch sinnvoll - den Marktanforderungen anpassen. Hierzu müssten sie verstärkt Marktsignalen ausgesetzt werden. Die konventionelle Stromerzeugung müsse sich hingegen den Erfordernissen der Erneuerbaren unterordnen. Dazu gehöre auch, den CO2-Preis deutlich zu erhöhen. Das soll unter anderem durch eine nationale CO2-Mindestbesteuerung erfolgen.

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07.10.2013 - »PV Status 2013«-Bericht der Europäischen Kommission liegt vor

Die weltweite Produktion von Solarzellen ist 2012 gegenüber dem Vorjahr um zehn Prozent gewachsen. Wegen drastisch gefallener Preise gingen allerdings gleichzeitig die Investitionen in Solarenergie um neuen Prozent zurück. Dies sind wichtige Ergebnisse des »PV Status Report« des Joint Research Centre (JCR) der Europäischen Kommission. Dem Bericht zufolge hatte Europa 2012 einen Anteil von 51,7 Prozent – 16,8 Gigawatt – an der weltweit neu installierten Leistung von rund 30 Gigawatt. Dabei hatte Deutschland mit 7,6 Gigawatt den größten Anteil, gefolgt von Italien mit 3,5 Gigawatt. Diese Zahlen decken sich im Wesentlichen mit bereits früher veröffentlichten Analysen anderer Institute. 2012 wuchs der asiatische Solarmarkt laut JRC um 60 Prozent an, für 2013 wird ein Wachstum von 100 Prozent erwartet. Der Bericht steht zum kostenlosen Download im Internet bereit.

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07.10.2013 - Modulpreise steigen wieder

Nachdem in der vergangenen Woche die Modulpreise erstmals seit längerer Zeit gesunken waren, folgen sie nun wieder einem Aufwärtstrend. Dem PHOTON-Modulpreisindex zufolge stieg der Durchschnittspreis für monokristalline Module im Vergleich zur Vorwoche um 4,0 Prozent von 75 auf 78 Cent je Watt. Der Wert für polykristalline Module stieg um 7,9 Prozent von 63 auf 68 Cent. Lediglich Preise für Module aus chinesischer Produktion blieben stabil bei 59 Cent pro Watt. In allen drei genannten Kategorien ist in den zurückliegenden sechs Monaten, also seit Mitte April, auch der aus den wöchentlich ermittelten, teilweise stark schwankenden Durchschnittspreisen errechnete, langfristige Trendwert gestiegen - am deutlichsten weiterhin bei monokristallinen Modulen von 66 auf aktuell 77 Cent um 16,7 Prozent. Bei multikristallinen Modulen ging der Trendwert von 59 auf 65 Cent um 10,2 Prozent nach oben und in der Kategorie der in China produzierten Module von 56 auf 59 Cent um 5,4 Prozent. Der Preisindex wird jede Woche von der PHOTON-Redaktion erstellt. Grundlage sind die Angebotspreislisten von Händlern und Systemhäusern auf dem deutschen Spotmarkt. Der komplette Preisindex mit den Trends bei anderen Zelltechnologien, für verschiedene Herkunftsregionen sowie für Wechselrichter erscheint regelmäßig im Magazin »PHOTON Profi«. Ein Teil davon erscheint als PDF-Datei auch jeden Montag im PHOTON-Newsletter.

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01.10.2013 - 292 Megawatt Zubau im August

Laut der neuesten Datenmeldung der Bundesnetzagentur wurden im August 2013 in Deutschland 10.109 Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von 292 Megawatt neu installiert. All diese Anlagen sind förderberechtigt im Sinne des Erneuerbare-Energien-Gesetzes, es ist somit keine Anlage mit mehr als zehn Megawatt Leistung darunter. Im August des Jahres 2012 hatte der Zubau 330 Megawatt betragen, 2011 waren es 613 Megawatt, 2010 wurden 663 Megawatt neu installiert. Von Januar bis August des laufenden Jahres sind nunmehr insgesamt 2,4 Gigawatt Solarstromleistung neu installiert worden. Nach Angaben der Bundesnetzagentur beträgt die insgesamt installierte Solarleistung in Deutschland inzwischen knapp 34,8 Gigawatt.

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30.09.2013 - BDEW legt Reformplan vor

Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) hat die bereits angekündigten Vorschläge für eine schnelle Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) veröffentlicht. Das »umsetzungsbereite Konzept« besteht aus zwei Säulen. Alle Neuanlagen sollen in die Direktvermarktung gehen: »Aus Subventionsempfängern müssen Kaufleute werden«, betont Hildegard Müller, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung. In einem zweiten Schritt möchte der BDEW mittelfristig eine fixierte Marktprämie einführen. Damit könne das finanzielle Risiko eingedämmt werden. Die Höhe könne langfristig zum Beispiel in einem Auktionsverfahren oder auf der Grundlage eines zwischen Bund und Ländern abgestimmten Ausbaupfads für Ökostrom ermittelt werden. Zum Ausgleich der schwankenden Einspeisung der erneuerbaren Energien empfiehlt der BDEW zudem einen Kapazitätsmarkt. Der Präsident des Bundesverbands Erneuerbare Energie (BEE), Dietmar Schütz, sagte zu den Vorschlägen des BDEW in einer Mitteilung: »Positiv ist, dass der BDEW das erfolgreiche EEG nicht mehr abschaffen will und zu dem gemeinsam mit dem BEE erarbeiteten Vorschlag steht, eine strategische Reserve für die Sicherung der Stromversorgung einzurichten.« Die konkreten Vorschläge des BDEW würden allerdings »die Probleme nicht lösen und die Energiewende nur komplizierter und teurer machen«.

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30.09.2013 - PV-Zulieferer-Branche befürchtet 2013 Umsatzeinbußen von zwölf Prozent

Trotz verbesserter Auftragslage melden die Hersteller von Komponenten, Maschinen und Anlagen für die Photovoltaikindustrie in Deutschland zum Ende des dritten Quartals 2013 weitere Umsatzrückgänge. Das teilte der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA) mit. Der Verband rechnet einer aktuellen Geschäftsklimaumfrage zufolge für dieses Jahr im Schnitt mit einem Rückgang um zwölf Prozent. »Zwar erfahren wir gerade eine leichte Belebung der wirtschaftlichen Situation. Doch kommt diese zu spät um sich noch in diesem Jahr in den Umsätzen wiederzufinden. Nach wie vor prägen Überkapazitäten, Preisdruck und Konsolidierung die Solarbranche«, erklärt Peter Fath, Geschäftsführer der RCT Solutions GmbH und Vorsitzender von VDMA Photovoltaik-Produktionsmittel. 43 Prozent der Unternehmen meldeten aber immerhin eine im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verbesserte Auftragslage. Knapp die Hälfte der befragten Unternehmen verzeichneten zudem zumindestens vergleichbare Auftragseingänge. Der »Turnaround« wird für das kommende Jahr erwartet. Der VDMA rechnet mit einem Umsatzwachstum von elf Prozent. »Alle Indikatoren sprechen dafür, dass der deutsche Photovoltaik-Maschinenbau seine Schlüsselstellung als Innovationsmotor und Lösungsanbieter in der Photovoltaikproduktion behaupten wird«, so Fath.


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30.09.2013 - BNEF: Solarstromzubau übertrifft 2013 erstmals Windkraft

Einem aktuellen Bericht von »Bloomberg New Energy Finance« (BNEF) zufolge wird 2013 weltweit erstmals mehr Photovoltaik- als Windkraftleistung installiert. Dieses Jahr werden demnach 36,7 Gigawatt Solarstromleistung installiert, während nur 35,5 Gigawatt Windkraftleistung hinzukommen. Im Vorjahr wurden noch 46,6 Gigawatt Windkraftleistung installiert. Ursächlich für den Einbruch in diesem Jahr sei vor allem der Rückgang in den USA und in China. Langfristig werden nach Einschätzung von BNEF aber beide Energieerzeugungsarten ihren Marktanteil weiter ausbauen und auf etwa gleich hohe Anteile kommen: Photovoltaikstrom soll demnach von zwei Prozent der weltweit installierten Stromerzeugung im Jahr 2012 auf 16 Prozent im Jahr 2030 zulegen. Bei der Windkraft werde der Anteil von fünf Prozent im letzten Jahr auf 17 Prozent bis 2030 steigen.

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27.09.2013 - Agora Energiewende legt Vorschlag zum Netzausbau vor

Die Berliner Denkfabrik Agora Energiewende hat gemeinsam mit dem Beratungsunternehmen BEt einen »Methodenvorschlag« für den künftigen Ausbau des Stromnetzes vorgelegt. Einer Mitteilung zufolge führt die neu entwickelte Methode zu einem robusteren Stromnetz und einem kostengünstigeren Ausbau durch die Berücksichtigung mehrerer möglicher Varianten technischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Szenarien. Zudem zieht das Verfahren wirtschaftlich sinnvolle Maßnahmen zur Minimierung des Netzausbaubedarfs mit ein. Die Studie »Wie das Stromnetz robuster werden kann« steht auf der Homepage der Agora Energiewende kostenlos zum Download bereit.

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24.09.2013 - Frankreich will Atomstrom besteuern

Der französische Präsident Francois Hollande kündigt die Einführung einer in Frankreich schon seit Jahren diskutierten Ökosteuer für das kommende Jahr an. Laut einem Bericht der «Süddeutschen Zeitung» sollen dabei neben Emissionen fossiler Kraftwerke auch die Gewinne von Atomkraftwerken besteuert werden. Die Steuer solle schon bis zum Jahr 2016 jährlich rund vier Milliarden an Einnahmen erbringen. Die Regierung plant die Mittel in Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz zu stecken.

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24.09.2013 - BEE plädiert für schwarz-grüne Koalition

Der Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE) spricht sich nach dem knappen Ausgang der Bundestagswahlen für eine schwarz-grüne Koalition aus. »Eine schwarz-grüne Option könnte der Union neue energiepolitische Dynamik verleihen und eine erfolgreiche Weiterentwicklung der Energiewende anstoßen«, erklärte BEE-Geschäftsführer Hermann Falk in einer Mitteilung. Bei einer Koalition zwischen CDU und SPD befürchte er hingegen eine Stagnation bei der Energiewende: »Da treffen sich einige rote Kohlebefürworter mit schwarzen Masterplanern«. Nach Falks Einschätzung haben außerdem die »Extrem-Positionen« der FDP gegen die Energiewende zum Ausscheiden der Partei aus dem Bundestag beigetragen.

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24.09.2013 - 4,1 Gigawatt Solarstrom in der Direktvermarktung

Die unter der sogenannten Marktprämie direkt vermarktete Solarleistung erreicht im Oktober 4.148 Megawatt. Das geht aus den monatlichen Zahlen der vier Übertragungsnetzbetreiber hervor. Anlagenbetreiber haben damit für den Monat Oktober weit über zehn Prozent der derzeit in Deutschland installierten Solarstromleistung zur direkten Vermarktung an der Börse angemeldet. Im Vergleich zum Vormonat ist dies ein Plus von rund 208 Megawatt. Am weitesten verbreitet ist weiterhin die Direktvermarktung von Windstrom mit 26.490 Megawatt. Nach der Photovoltaik an dritter Stelle liegt Biomasse mit 2.884 Megawatt. Insgesamt sind für Oktober 34,65 Gigawatt Leistung aus erneuerbaren Energien zur Direktvermarktung gemeldet. Unter diesem Vergütungsmechanismus erhalten Anlagenbetreiber anstelle einer Einspeisevergütung die Differenz zwischen der jeweils geltenden Vergütung und dem monatlich ermittelten durchschnittlichen Börsenstrompreis sowie außerdem eine so genannte Managementprämie.

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20.09.2013 - Volkswirt Bofinger: Quotenmodell wird teuer

Der Volkswirt Peter Bofinger, Mitglied des Sachverständigenrats der Bundesregierung zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, schlägt ein Auktionsmodell für die langfristige Förderung von erneuerbaren Energien in Deutschland vor. Ein von Bofinger im Auftrag der Landesstiftung Baden- Württemberg erstelltes Gutachten vergleicht acht derzeit in der Diskussion stehende Fördermechanismen anhand der Kriterien Planungssicherheit für Investoren, Vermeidung von Überrenditen für Produzenten, Effektivität im Sinne der Erreichbarkeit der politischen Ausbauziele sowie Wirksamkeit der Marktintegration. Im Ergebnis sieht Bofinger den entscheidenden Vorteil eines Auktionsmechanismus gegenüber dem EEG in seiner jetzigen Form wie auch gegenüber einem Quotenmodell darin, »dass damit die aggregierte Angebotsfunktion zum Zeitpunkt der Investitionsentscheidung enthüllt und ein gravierendes volkswirtschaftliches Risiko beseitigt würde«. Das von der FDP und der Monopolkommission favorisierte Quotenmodell schneidet in Bofingers Vergleich besonders schlecht ab. Anders als von seinen Anhängern behauptet, sei die Einführung dieses Modells vermutlich sogar mit besonders hohen Kosten für die Verbraucher verbunden, heißt es in dem Gutachten. Das Bofinger-Papier ist auf der Homepage des Umweltministeriums Baden-Württemberg veröffentlicht.

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20.09.2013 - BDI legt neue Vorschläge für die Energiewende vor

In einem Interview mit dem »Handelsblatt« stellte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Markus Kerber, neue Vorschläge für die Energiewende vor. Die zentralen Punkte des Konzepts umfassen die Forderung nach einer Abschaffung der festen Einspeisevergütung, die Bildung einer »strategischen Reserve« von fossilen Kraftwerken für die spätere Schaffung von Kapazitätsmärkten sowie die Einbindung der Energiewende in den gesamteuropäischen Markt. Zeitgleich kritisierte Kerber die derzeitige Bundesregierung für ihre Energiepolitik: »Die Bundesregierung führt die Fäden nicht zusammen.« Der energiepolitische Sprecher der Bundestagsfraktion von Bündns 90/Die Grünen, Hans-Josef Fell, kritisierte die Vorschläge scharf: »Der BDI ruft zum Ende der Energiewende auf, zum Schutze seiner zahlungskräftigen Mitglieder RWE und E.on und ihrer Kohle- und Kernkraftwerke.

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20.09.2013 - Zwei Drittel der Bundestagskandidaten für schnellere Energiewende

Laut einer vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) durchgeführten Umfrage wollen zwei Drittel Kandidaten zur Bundestagswahl eine schnellere Energiewende. Der BUND hat nach eigenen Angaben rund 1.500 der auf 80 Landeslisten kandidierenden Politiker der fünf großen Parteien nach ihrer Meinung zur Energiepolitik befragt, rund 1.100 haben geantwortet. Das Fazit: 14 Prozent der FDP-Kandidaten befürworten den schnelleren Umstieg auf erneuerbare Energien, 32 Prozent sind es bei der CDU/CSU, 43 Prozent bei der SPD. Eine klare Mehrheit hat diese Position mit 97 beziehungsweise 99 Prozent bei der Linkspartei und Bündnis 90/Die Grünen.

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19.09.2013 - 93 Prozent unterstützen Ausbau der erneuerbarer Energien

93 Prozent der Deutschen halten den Ausbau der erneuerbaren Energien weiterhin für «wichtig» oder «außerordentlich wichtig». Dies ergab eine repräsentative Emnid-Umfrage im Auftrag der Branchen-Initiative «Erneuerbare Energiewende», deren Ergebnisse gestern in Berlin vorgestellt wurden. Das ist nahezu unverändert zu den Resultaten von 2012 der jährlich durchgeführten Erhebung. Fast drei Viertel aller Befragten lehnen zwar einen Ausbaustopp ab, jedoch fordert rund die Hälfte eine gerechtere Verteilung der Kosten. »Damit erteilen die Bürger allen Forderungen nach einem wie auch immer gearteten Ausbaustopp eine klare Absage. Angesichts der vehementen Kampagnen der Energiewende-Gegner ist das eine besonders starke Aussage«, kommentierte der Geschäftsführer des Bundesverbands Erneuerbare Energien (BEE), Hermann Falk, die Ergebnisse bei der Vorstellung in Berlin.

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18.09.2013 - China limitiert heimische Solarproduktion

Die chinesische Regierung beabsichtigt, wie zuvor schon anderen Branchen auch der Solarindustrie Wachstumsbegrenzungen aufzuerlegen und gleichzeitig den technologischen Standard zu erhöhen. Dies geht aus einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf eine Mitteilung des chinesischen Ministeriums für Industrie und Informationstechnologie hervor. Demnach wird die Regierung Solarherstellern auferlegen, dass sie mit Neuinvestitionen keine reine Erweiterung der Produktionskapazitäten betreiben dürfen. Vielmehr müssen sie mindestens drei Prozent des Jahresumsatzes - bei einer absoluten Untergrenze von 10 Millionen Renminbi Yuan (1,2 Millionen Euro) - in Forschung und Entwicklung sowie die Verbesserung der Produktionsausrüstung investieren.

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17.09.2013 - Modulpreise steigen weiter

Dem PHOTON-Modulpreisindex zufolge waren die Preise für Solarmodule auf dem deutschen Spotmarkt auch in der vergangenen Woche im Aufwärtstrend. Der Durchschnittspreis für monokristalline Module stieg im Vergleich zur Vorwoche um 6,8 Prozent von 73 auf 78 Cent je Watt. Der Wert für polykristalline Module stieg um 4,8 Prozent von 63 auf 66 Cent. Auch der Preis für Module aus chinesischer Produktion zog mit einem Plus von 3,4 Prozent von 59 Cent auf 61 Cent pro Watt leicht an. In allen drei genannten Kategorien ist in den zurückliegenden sechs Monaten, also seit Ende März, auch der aus den wöchentlich ermittelten, teilweise stark schwankenden Durchschnittspreisen errechnete, langfristige Trendwert gestiegen - am deutlichsten weiterhin bei monokristallinen Modulen von 65 auf aktuell 77 Cent um 18,5 Prozent. Bei multikristallinen Modulen ging der Trendwert von 59 auf 64 Cent um 8,5 Prozent nach oben und in der Kategorie der in China produzierten Module von 56 auf 58 Cent um 3,6 Prozent. Der Preisindex wird jede Woche von der PHOTON-Redaktion erstellt. Grundlage sind die Angebotspreislisten von Händlern und Systemhäusern auf dem deutschen Spotmarkt. Der komplette Preisindex mit den Trends bei anderen Zelltechnologien, für verschiedene Herkunftsregionen sowie für Wechselrichter erscheint regelmäßig im Magazin »PHOTON Profi«.

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17.09.2013 - Forscher bereiten Niedrigtemperatur-Siliziumherstellung den Weg

Ein internationales Forscherteam um den Saarbrücker Chemiker David Scheschkewitz hat eine chemische Reaktion bei der Herstellung von reinem Silizium unter Raumtemperatur beobachtet, mit der sich möglicherweise hohe Energiemengen einsparen lassen. Einer Mitteilung der Universität des Saarlandes zufolge isolierten die Wissenschaftler eine bisher als instabil geltende Verbindung mit drei ungesättigten Siliziumatomen durch Bildung eines so genannten Donor-Akzeptorkomplexes. »Das Molekül bildet sich bereits bei sehr niedrigen Temperaturen. Dies legt den Schluss nahe, dass die energieintensiven Prozesse zur Gewinnung von reinem Silizium auch im Niedrigtemperaturbereich vonstatten gehen könnten«, sagte Scheschkewitz. Zur Gewinnung von reinem Silizium aus den in der Natur vorkommenden Siliziumverbindungen sind bis heute extrem hohe Temperaturen nötig. Die Entdeckung der Forscher könnte nun dazu beitragen, neue Herstellungsverfahren für Silizium zu entwickeln, deren geringere Kosten sich beispielsweise auch auf die Kosten für Solarzellen niederschlagen würden.

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16.09.2013 - Hans-Josef-Fell schlägt Sofortmaßnahmen zur Rettung der Solarindustrie vor

Der energiepolitische Sprecher der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, Hans-Josef-Fell, hat in einem »Sofortprogramm zur Rettung der deutschen und europäischen Solarwirtschaft« vier Maßnahmenpakete vorgeschlagen. Das erste dieser Pakete hat die »Steigerung des Marktvolumens in Deutschland in Richtung sieben Gigawatt« zum Ziel. Weiterhin geht es um »eine aktive Solarpolitik auf EU-Ebene«, um »aktive Industriepolitik« und »aktive Energiewendepolitik«. Zur Steigerung des Marktvolumens fordert Fell eine Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes, bei der unter anderem die Begrenzung der Wirkeinspeiseleistung auf 70 Prozent abgeschafft und große Freiflächenanlagen über 10 Megawatt Leistung wieder in die Vergütung aufgenommen werden.

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13.09.2013 - BEE nennt Förderstopp-Forderungen »abstrus«